top of page

Das Stiefkind der TGA: Warum schlechte MSR-Planung den Bauherrn doppelt kostet

  • Autorenbild: Baris Kaya
    Baris Kaya
  • 4. März
  • 1 Min. Lesezeit

Hand aufs Herz: In wie vielen Projekten wird die Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (MSR) erst in Leistungsphase 5 so richtig „mitgeplant“?

Viel zu oft wird die Gebäudeautomation in der Ausschreibung nur grob umrissen – frei nach dem Motto: „Der Programmierer wird’s schon richten.“


Die Quittung kommt auf der Baustelle Wenn die Schnittstellen zwischen den Gewerken (HLS, Elektro, IT) nicht von Anfang an präzise definiert sind, beginnt das große Nachtrags-Management.

Fehlende Datenpunkte, inkompatible Protokolle oder Kabellisten, die nicht zur Hardware passen, führen zu Verzögerungen und massiven Mehrkosten. Was in der Planung gespart wurde, zahlt der Bauherr bei der Inbetriebnahme dreifach drauf.


Metapher für mangelhafte technische Planung: Ein unvollständiges Puzzle einer komplexen Steuerungseinheit.

MSR ist kein Nebenprodukt, sondern das Betriebssystem Ein modernes Gebäude ist ein Hochleistungscomputer. Man würde niemals ein Rechenzentrum bauen und die Software-Architektur erst planen, wenn die Server schon im Schrank stehen. In der TGA passiert aber genau das.


Unsere Forderung für effiziente Projekte:

  1. Frühe Einbindung: Die MSR-Logik muss bereits in LP2/3 feststehen.

  2. Klare Schnittstellen: Wer liefert was? Wer verkabelt was? Wer programmiert was?

  3. Funktionsbeschreibung statt Textbausteine: Eine Liste von Datenpunkten ist keine Planung. Wir brauchen klare Logik-Abläufe.


Hören Sie auf, die MSR als „notwendiges Übel“ am Ende der Planung zu behandeln. Machen Sie sie zum Herzstück Ihres Projekts – für einen reibungslosen Bauablauf und ein Gebäude, das hält, was die Planung verspricht.

 
 
 

Kommentare


bottom of page